Aktionswoche vermittelt Spaß am Sport

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Diese Woche hatte es in sich: An fünf Tagen mit 1400 Kindern in 17 Einrichtungen Sport treiben. Ex-Nationaltrainer Dago Leukefeld und seine Mitstreiter konnten dabei viele Impulse geben.

ZWICKAU — Vergnügt, fast übermütig tollen die Zweitklässler der Schule am Scheffelberg durch die Halle. Die Aufgaben machen ihnen sichtlich Freude: Den Ball rollen und versuchen, ihn im Liegestütz mit der Stirn zu stoppen. Oder das Leibchen hochwerfen und auf dem Bauch liegend mit dem Rücken auffangen.
Dago Leukefeld, der ehemalige Handball-Bundestrainer der Frauen, spart nicht mit Lob: „Klasse!“, „Richtig gut!“, „Das macht Ihr toll!“ spornt der 49-Jährige die Mädchen und Jungen an. Während der Projektwoche der IFZW-Impulsstiftung hat er von Montag bis Freitag gemeinsam mit Übungsleitern und Spielerinnen des Handball-Zweitligisten BSV Sachsen Werbung für den Sport gemacht und zur aktiven Bewegung animiert. Auf dem Programm standen Schnupperkurse in 17 Grundschulen und Kindereinrichtungen.

„Das ist super angenommen worden“, freute sich Claudia Rätz, Leiterin der Schule am Scheffelberg, über die willkommene Abwechslung.

„Die Erwärmungsformen und kleinen Spiele vermittelten zugleich gute Anregungen für die Sportlehrer.“ Viele Ideen wurden eifrig notiert. Beispielsweise das Spielen mit Luftballons, die es mit Händen, Kopf, Oberschenkel und Füßen fortzubewegen galt. Für Heiterkeit sorgte auch der Paarlauf Stirn an Stirn mit einem Luftballon dazwischen.

Die Begeisterung, mit der alle mitmachten, war für die Organisatoren der schönste Lohn. „Die Kinder haben hinterher stets gefragt: Wann kommt Ihr wieder?“ berichtet Dago Leukefeld. „Es darf keine Eintagsfliege bleiben. Wir sind in der Pflicht.“ Die Knirpse bekamen ein Merkblatt mit den Trainingszeiten der Mini -tützpunkte des Handballvereins. Der BSV Sachsen – in Eckersbach durch Petra Star?ek und Alexandra Uhlig vertreten – wollte mit der Aktionswoche nicht nur Impulse für den Handballsport setzen, sondern auch die Chance zur Sichtung nutzen. Bei einem für Januar geplanten Treffen sollen auch andere Vereine, wie der ZHC Grubenlampe oder der BC Zwickau, mit ins Boot genommen werden. „Es ist uns klar geworden, was für ein Potenzial im Mannschaftssport steckt“, betonte Mechthild Aßmann, geschäftsführender Vorstand der Impuls-Stiftung. Angetan vom übersprudelnden Treiben auf dem Parkett war Monika Uhlmann von der Stiftung Kinderhilfe Damm-Rumpf-Hering, die sozial schwachen Familien Unterstützung bietet, indem sie Kindern beispielsweise den Kauf von Turnschuhen finanziert oder den Mitgliedsbeitrag im Sportverein übernimmt.

Spaß am Sport vermitteln und Teamgeist fördern – das Konzept ist aufgegangen. Nicht nur Schulleiterin Claudia Rätz hofft, dass es keine einmalige Geschichte bleibt. Sie wünscht sich, dass möglichst viele Kinder einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung im Verein nachgehen. Die Impulswoche hat dafür eine Menge Anstöße geben können.

Autor: Thomas Croy, erschienen in: Freie Presse am 10.11.2012

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