Spieler kleben an den Lippen der Trainer

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Sinzheim (nie) – Aller guten Dinge sind drei – mindestens. Denn das Resümee der Verantwortlichen vom Ballspielverein (BSV) Phönix Sinzheim lautet, dass Dago Leukefeld und Frank Puttfarken auch 2017 wiederkommen müssen. Nach 2014 und 2015 leiteten sie kürzlich das dritte Handballcamp dieser Art in Kooperation mit dem BSV Phönix Sinzheim.

Nicht nur die beiden Trainer waren erschienen, sondern auch insgesamt 39 Teilnehmer aus sieben verschiedenen Vereinen des Handballbezirks Rastatt. Doch am Trainingswochenende war es egal, woher die Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren kamen. Zwei Tage lang waren alle Sportler ein großes Team.

Die Teilnehmer gaben ihr Bestes, legten einen gesunden Ehrgeiz an den Tag und zeigten sich trotz großer Hitze sehr motiviert und lernwillig. Sie nahmen den Rat der beiden Trainer an: „Es ist nicht schlimm, wenn man etwas nicht sofort kann. Aber Ihr müsst es versuchen.“ „Es ist faszinierend, wie die Spieler an Dagos und Franks Lippen kleben“, zeigte sich Camp-Organisatorin Nina Ernst begeistert von der ruhigen und doch immer bestimmten Art der beiden Trainer.
Im Rahmen der „Dago Leukefeld-Handball-Schule“ organisiert und leitet Leukefeld mit seinem Mitarbeiter Puttfarken seit 2013 deutschlandweit Handballcamps dieser Art. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir riesig Spaß“, Leukefeld strahlt, wenn er über seine Arbeit spricht. Er habe es bisher nicht bereut, aus dem Bereich des Bundeliga-Handballs ausgetreten zu sein. 27 Jahre lang war er Trainer bei verschiedenen Damen-Bundesliga-Mannschaften und Jugend-, Juniorinnen- und Frauen-Nationaltrainer beim Deutschen Handball Bund. Jetzt genieße er es, nicht mehr nach striktem Spiel- und Trainingsplan und Tabellenstand zu leben, sondern sich quasi aussuchen zu können, wann und mit wem er zusammenarbeite. Viel Hingabe für ihren Beruf, echte Begeisterung für den Handballsport, jahrelange Erfahrung auf höchstem Niveau: Erfolgsgaranten dafür, die Teilnehmer von der ersten Ansprache an in ihren Bann ziehen zu können.

Beide Trainer mussten über das gesamte Wochenende hinweg nicht laut werden. Die Jugendtrainer vom Phönix Sinzheim, die als „Hilf-Coaches“ agierten, staunten nicht schlecht, wie still es in einer Halle mit knapp 40 handballverrückten Kindern und Jugendlichen sein kann. Zu Beginn wurden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt – dem Alter und Leistungsstand entsprechend. Dies sollte gewährleisten, dass niemand über-, aber auch nicht unterfordert wurde. Nicht nur Handbälle und Tore kamen zum Einsatz. Nein, auch Luftballons, Tennisbälle, Weichbodenmatten, kleine Hürden und vieles mehr wurde benutzt, um ein abwechslungsreiches und lehrreiches Programm durchzuführen. Das Einüben des richtigen Schlagwurfs gehörte ebenso dazu, wie vielerlei koordinative Übungen und das eigentliche Handballspiel Sieben gegen Sieben.
Elias Meier gehört schon fest zum Camp dazu, er ist bereits zum dritten Mal dabei gewesen: „Es hat mir immer Spaß gemacht und die Übungen haben immer etwas gebracht.“
Neben dem sportlichen Miteinander stimmten bei der bunt gemischten Gruppe auch die Aspekte Teamgeist und freundschaftlicher Umgang miteinander.
Auch Ernst freute sich über zwei tolle Tage: „Für uns vom Verein ist das Trainingswochenende total entspannt. Wir wissen, Dago und Frank kommen, und es läuft einfach.“ Als kleiner Höhepunkt fand eine Verlosung von Trikots der Sinzheimer Eigengewächse Bibiana Huck (jetzt 3. Liga) und Dirk Holzner (jetzt 1. Bundesliga) statt. Vom Gärtnerhof Decker wurden die Teilnehmer mit frischem Obst und vom Seniorenzentrum Sinzheim mit Mittagessen versorgt. Ausgepowert aber freudig über das Geleistete und nicht ohne das ein oder andere Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen, wurden alle Teilnehmer am Sonntagnachmittag ins restliche Wochenende verabschiedet.

Erschienen:
28.07.2016: BAD / Badisches Tagblatt 173 / Seite:24
28.07.2016: BUEH / Badisches Tagblatt 173 / Seite:24

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