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Thüringer Allgemeine – Nordhausen

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Der Ball als bester Freund

Sandra Arm,
Thüringer Allgemeine, 14.9.2019

NORDHAUSEN Ex-Bundestrainer Dago Leukefeld erreicht mit seinem Handball-Camp in der Ballspielhalle den Nachwuchs des Nordhäuser SVt

Klar und ruhig: Wenn Dago Leukefeld spricht, ist es um ihn herum still. Alle lauschen aufmerksam seinen Worten. An jedem Vormittag blickt er dabei in 17 vorfreudige Kinderaugenpaare. Mit dem Handballcamp ist Leukefeld deutschlandweit unterwegs. Und dabei gern gesehener Gast beim Nordhäuser SV. Im Gepäck hat 56-Jährige diesmal ein paar Übungen zur Körperspannung, zum Passen und Werfen. Nicht nur zur Freude für die Kinder aus der E- und F-Jugend, die in zwei Gruppen eingeteilt sind. Auch NSV-Nachwuchstrainer Veit Meier hört aufmerksam zu und schreibt fleißig mit.

Anfangs ruht sein Stift. Der gebürtige Sondershäuser Leuke-feld ist noch am Erklären. „Ich hab den Handball immer fest im Griff“, sagt er und zeigt ihnen die richtige Haltung. Dabei ist der Ball, der mit allen fünf Fingern der rechten oder linken Hand festgehalten wird, zum Boden gerichtet. Hält sich einer nicht daran, wird er von Leukefeld liebevoll als „Ballkuschler“ bezeichnet. Im Übrigen ist der Ball für die Kinder nicht nur ein Spielgerät. „Das ist euer bester Freund“, betont Leukefeld und hat auch gleich die erste Übung parat. Sie sollen zeigen, was sie mit ihrem „besten Kumpel“ können. Ob ihn wie einen Volleyball in die Luft werfen oder wie einen Fußball vor sich herkicken, alles ist erlaubt. Kopf, Hände, Füße: alles ist in Bewegung.

Als nächstes bittet er um einen großen Kreis. Leukefeld möchte herausfinden, wie gut die Körperspannung jedes einzelnen ist. „In den nächsten Minuten ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Jetzt geht es um euren Körper. Ohne Power, ohne Körperspannung könnt ihr kein Handball spielen. Ihr könnt nicht ins Eins-gegen-Eins gehen, verteidigen und werfen“, macht er eindrucksvoll deutlich. Langsam baut sich die Übung auf. Der Ball befindet sich in der rechten Hand, das linke Bein steht auf dem Boden, das andere ist angewinkelt. Nach einigen Sekunden werden Hand und Beine gewechselt. Die erste Baustelle ist schnell erkannt: einige Kinder können den Ball nicht richtig greifen. Leukefeld hat vorgesorgt, sie bekommen von ihm einen anderen Ball. Damit klappt es besser.

In einem zweiten Schritt bittet Leukefeld die Kinder ihre Augen zu schließen. „Wenn ihr kippt, das ist nicht schlimm. Geht zurück in eure Position und konzentriert euch.“ So recht gefällt ihm das nicht, was er dort sieht. Und schwupps gibt es eine Hausaufgabe: „Zähne werden ab jetzt nur noch auf einem Bein geputzt. Ich komme im November nochmal zurück ins Mannschaftstraining.“ Die Übung geht noch einen Ticken schwieriger. Nun sollen die Kinder locker auf ihn zulaufen. Ruft er Stopp, sollen sie die Augen schließen und ihre Position mit Ball und dem angewinkelten Bein einnehmen. In der abschließenden Runde sind auch noch die Augen beim Laufen geschlossen. Einige Kinder kämpfen ganz schön mit sich

Nach dieser Übung geht es zur Partnerarbeit über. Langsam geht es los. Im Laufschritt werfen sie sich gegenseitig den Ball zu. Lassen sie den Ball fallen, müssen sie wieder zurück an die Startposition. Bennet und Joko erwischt es gleich dreimal. „Ihr schafft das“, rufen ihnen die anderen Kinder zu. Und schon sind sie am Ziel. Es soll noch kniffliger werden. Der eine läuft rückwärts, der andere vorwärts, dabei werfen sie sich gegenseitig den Ball zu und müssen beim Passen parallel noch mitzählen.

Diese Übung ist für Meier neu. In seinem A4-Heft zeichnet er die Übungen auf und macht sich jeweils Stichpunkte, um die Aufgaben in den nächsten Trainingseinheiten mit seinen Schützlingen weiter zu festigen.

Trainerlob für Motiviation Kritik an Körperspannung

Leukefeld baut noch eine weitere knifflige Hürde in die Übung ein: Ein Partner schreit zwischendurch hop, dabei drehen sie sich. „Beim Passen und Fangen passieren die meisten Fehler“, sagt Leukefeld, der noch eine Übung zur Pass-Täuschung parat hat.

Abschließend wird noch eine Runde gespielt, ehe Leukefeld die Kinder zu sich pfeift und mit ihnen die erste Einheit des Tages kurz auswertet. Danach sind die kleineren F-Jugend-Handballer dran. Auch dort beginnt Leuke-feld mit der Übung zur Körperspannung, ehe er die richtige Technik beim Schlagwurf vermittelt. Nach dem Trainingstag zieht Leukefeld ein gemischtes Fazit: „Die Motivation und die Konzentration sowie die gute allgemeine Ausbildung waren top. Defizite habe ich in der Körperspannung und bei der Wurftechnik gesehen.“ Es gibt also noch jede Menge zu tun für Nordhausens Handball-Kids.

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