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Bericht in Thüringer Allgemeinen

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“Einzige legale Droge ist der Erfolg”

Henning Most und Sebastian Fernschild,
Thüringer Allgemeine, 4.9.2019

SONDERSHAUSEN Interview der Woche mit Dago Leukefeld, erfolgreicher Handballtrainer, über seine Vergangenheit und die Zukunft

Er ist gebürtiger Sondershäuser, Jahrgang 1963. Und er ist in Handball-Deutschland nicht wegzudenken. All die sich im Handball zu Hause fühlen, kennen diesen Mann, mittlerweile Chef einer Handballschule. Am Wochenende war er in Sondershausen und absolvierte zusammen mit den Nachwuchstrainern von Einheit Sondershausen ein Trainingscamp. Die Rede ist von Dago Oliver Leukefeld. Er sammelte bereits als Jugendlicher erste Erfahrung als Trainer. So trainierte er von 1977 bis 1983 die Jugend und Frauenmannschaft von Einheit Sondershausen.

Von 1983 bis 1986 war er Coach der Juniorinnen von UT Erfurt. In der 1. und 2. Frauen-Bundesliga trainierte Leukefeld UT Erfurt und den TSV Erfurt bis 1993. Ein Jahr war Leukefeld auch Bundestrainer der Frauen und die Juniorinnen trainierte er von 96 bis 2002. Bis 2004 stand er bei DJK/MJC Trier unter Vertrag, die er 2003 zur Deutschen Meisterschaft führte. Sechs Jahre trainierte er den Thüringer HC mit dem er 2010 im Europapokalfinale stand. Anschließend übernahm Dago Leukefeld das Traineramt beim VfL Sindelfingen, dass bis 2012.

Im Januar 2013 gründete Dago Leukefeld seine eigene Handballschule.

Wir sprachen mit dem Ausnahmetrainer, der für zwei Tage in seiner alten Heimatstadt war.

Wie sind Sie eigentlich zum Handballsport gekommen?
Ganz einfach: ich stand schon immer bei sportlichen Aktivitäten in der ersten Reihe an der erweiterten Oberschule (EOS) Geschwister Scholl in Sondershausen. Bis mich mein damaliger Chemielehrer Harald Brink zum Handball spielen überredete. Weitere Wegbereiter waren mein Sportlehrer Manfred Müller und Dieter Kunze als UTP- Lehrer, eben drei handballbesessene Männer.

Was hat Sie denn am Handball so sehr fasziniert?
Die Raffinesse, was man mit dem kleinen Ball so alles anfangen kann. Man ist flexibel in seiner Spielweise, die ständige Bewegung und das Täuschen des Spielers der einem gegenübersteht haben mich beeindruckt. Aber es ist definitiv ein Mannschaftsport, in dem unbedingter Teamgeist gefragt ist. Die Kameradschaft untereinander prägt das Gesicht eines Teams, das war mir schon immer wichtig und genau das versuchte ich im Laufe meiner Trainerkarriere ständig umzusetzen.

Wie schätzen Sie aus Ihrer eigenen Betrachtung ihre Qualitäten als damaliger Spieler bei Einheit ein?
Ach, da fragen Sie doch lieber meinen langjährigen Wegbegleiter Ralph Thormann: „Dago liebte Handball wie kein Anderer, nur seine Verspieltheit am Ball nahmen teilweise die Formen einer Kür im Eiskunstlaufen an. Es war schön anzusehen, aber oft nicht von Erfolg gekrönt. Dennoch war er ein Haudegen, auf den Verlass war und der Mannschaft zu jeder Zeit dienlich, egal in welcher Position er spielte “, sagt Ralph Thormann.

Wann haben Sie sich für das Traineramt entschieden und welche Erfolge prägten ihre weitere Arbeit?
Schon recht früh: bereits mit 14 Jahren trainierte ich die 13- Jährigen und anschließend die Frauenmannschaft. Mit Einheit wurde ich 1979 Bezirksmeister, die Deutsche Meisterschaft mit DJK Trier 2003 als Trainer. Der dritte Platz 1999 bei der Jugendeuropameisterschaft sowie 2001 die Bronze- Medaille bei den Juniorenweltmeisterschaften. Dann stehen noch 150 Länderspiele zu buche, die sehen lassen können.

Um den Handballsport weiter voran zu bringen: was muss getan werden?
Ganz klar, die Trainer im Nachwuchsbereich müssen gehegt und gepflegt werden. Unser Augenmerk sollte sich schon in den Kindergärten und Grundschulen richten, um Kinder für das Ballspielen zu begeistern. Das gilt übrigens für jede Sportart, denn das ist der Grundstock, um rechtzeitig Talente aus den eigenen Reihen zu fördern. Noch eins: „Einzige legale Droge im Sport, ist der Erfolg.

Wie sehen Sie die Zukunft des Handballs im Internationalen Olympischen Komitee?
Nicht sehr rosig. „Wir Europäer mit unseren klassischen traditionsreichen Sportarten, haben immer weniger mitzubestimmen. Der Trend wird Beachhandball sein, der Spaßfaktor wird immer mehr in den Vordergrund rücken. Sicherlich langfristig gesehen, aber vorhersehbar und das stimmt mich traurig.

Herr Leukefeld kommen Sie gerne in ihre Heimat zurück?
Welch eine Frage, hier sind meine Wurzeln. Ich habe meine Kindheit und Jugend in Sondershausen verbracht und die war schön. Eine Ausbildung zum Bergbau-Technologen absolvierte ich auf dem Schacht „Glückauf“. Ebenso viele Freunde pflastern bis heute meinen Lebensweg, die Freude sie wiederzusehen ist darum umso größer. Nur ist es einfach zu selten, aber ich bin Thüringen, nach den vielen beruflichen Stationen treu geblieben, denn mein Lebensmittelpunkt ist heute in Erfurt.

Wie sieht ihr sportlicher Alltag aus?
Da ich sehr viele mit meiner Handballschule auch in Europa unterwegs bin, bleibt wenig Zeit dafür. Aber meine neue große Leidenschaft ist das Golfspielen, da finde ich Entspannung.

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