Weiterbildung beim Bundestrainer

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Drolshagen. Im deutschen Handball wird zur Zeit eine tiefe Talsohle durchschritten. Die Männer-Nationalmannschaft konnte sich zum dritten Mal in Folge nicht für ein Großereignis qualifizieren. Das hat natürlich auch Folgen für die Basis.

Der Handball-Kreis Lenne-Sieg konnte für die C-Schein-Weiterbildung den früheren Frauen-Bundes- und Bundesligatrainer Dago Leukefeld gewinnen. Es war ein toller Tag in der Wünne.

Kontakte durch Jutta Köhler
Die Jugend– und Juniorentrainer aus dem Märkischen Kreis, dem Sauerland und dem Siegerland sind mit vielen neuen Ideen und Gedanken nach Hause gegangen. Die Kontakte zu Dago Leukefeld, kamen durch Jutta Köhler, Stützpunkttrainerin des HV Westfalen zustande.

Der frühere Frauen-Bundes- und Bundesligatrainer, Dago Leukefeld, vermittelte jedem, der in der Sporthalle „Wünne“ war viel Freude und Spaß.

Ball im Mittelpunkt
Der Ball war stets im Mittelpunkt. „Den Ball muss man spüren und kuscheln“, so die Ansage von Dago Leukefeld. „Man muss sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen“. Kraft, Spannung und Koordination sind ganz wichtige Elemente in dieser Sportart, aber man muss auch als Team funktionieren. Einer muss dem anderen helfen, das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Die Teilnehmer Handball-Seminar in Drolshagen
Thorsten Sonntag (RSV Eiserfeld Handball), Jörn Hottgenroth (TV Olpe), Volker Weichelt (SG Schalksmühle/Juniors), Christoph Schmelzer (TV Schmallenberg), Michael Neu (TV Olpe), Tom Schneider (SG Attendorn/Ennest), Victoria Scheben (RSV Eiserfeld Handball), Christian Ohm (TV Olpe), Frank Wodraska (TV Littfeld), Wiebke Bäumer (RSV Eiserfeld Handball), Mike Chattergee (TVE Netphen).

Schlagwurf Maß aller Dinge
„Der Schlagwurf ist im heutigen Handball das Maß aller Dinge, dafür muss der ganze Körper unter Spannung stehen“, so das Credo von Dago Leukefeld.

Samstags im ersten Teil der Weiterbildung standen praktische Übungen unter Jutta Köhler mit den Teilnehmern und einer Übungsmannschaft auf dem Programm. Zum Beispiel die taktische Maßnahme 3:2:1.

Im Anschluss erfolgte noch eine ausführliche Diskussion mit Jan-Hendrik Spies, Lehrwart des Handball-Kreises Lenne-Sieg, über die Zukunft des heimischen Handballes. Thema: Wie wollen wir den Handball aufrecht erhalten oder wollen wir es lassen?

Kontakte zu Schulen
Im Ergebnis waren sich die Teilnehmer einig: „Bereitschaft zur Mehrarbeit, ständige Weiterbildung, Kooperationen mit verschiedenen Partnern, Talentförderung und Kontakte zu den Schulen“, so die Zusammenfassung von Jan- Hendrik Spies.

„Eine Wiederholung in dieser Form mit einem professionellen Dozenten ist durchaus möglich“. Auch unter den Teilnehmer des zweitägigen Seminars waren die Aussagen durch aus positiv. Michael Neu vom TV Olpe: „Für die Kinder war das Handball-Camp eine tolle Erfahrung und für uns Trainer gibt es immer wieder neue Impulse die wir in der täglichen Trainingsarbeit einbauen können“.

Gelungene Veranstaltung
Die Sporthalle „Wünne“, die Heimat des Handball-Oberligisten der Frauen TuS 09 Drolshagen, war der richtige Ort. Der Abteilungsvorstand der Gastgeber um Abteilungsleiter Christian Rahrbach hatte sofort zugesagt.

Die vielen ehrenamtlichen Helfer um Manuela Krause waren immer parat. „Die Eltern der weiblichen C-Jugend standen zwar nicht auf dem Spielfeld, aber waren hinter Theke im vollem Einsatz. Die Einnahmen sind eine finanzielle Grundlage für das Beach-Handball-Turnier in Cuxhaven.

Autor: Meinolf Wagner, erschienen in: WAZ (www.derwesten.de) am 01.07.2014

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